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31. Mai 2012
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Atypische Beschäftigung trifft insbesondere Jugendliche hart

Arbeitsmarktsprecherin Angelika Weikert: Haderthauers Jubelarien sind unangebracht - Steigende Tendenz zu befristeten Neueinstellungen in Bayern

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angelika Weikert, zeigt sich erfreut über den niedrigen Stand der Jugendarbeitslosigkeit in Bayern. „Es ist ein gutes Zeichen, dass insbesondere bei den unter 20-jährigen die Arbeitslosigkeit weiter sinkt“, erklärt Weikert zu den neuen Arbeitsmarktzahlen für Bayern. „Angesichts der Ausbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse sind die Jubelarien von Sozialministerin Haderthauer dennoch unangebracht“, kritisiert die Sozialdemokratin.

„Insbesondere junge Menschen trifft es hart, wenn sie lediglich befristet eingestellt werden und trotz ausufernder Arbeitszeiten nur Niedriglöhne erhalten“, sagt Weikert. Bundesweit habe jeder fünfte Arbeitnehmer unter 35 Jahren nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Die Tendenz zu befristeten Neueinstellungen in Bayern sei steigend. Zudem habe das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt, dass in Bayern über 40 Prozent der Vollzeitbeschäftigten zwischen 15 und 24 Jahren lediglich Niedriglöhne erhalten.

„Wenn sich atypische Beschäftigungsverhältnisse aneinanderreihen, dann wird die Lebensplanung von jungen Menschen und die Gründung von Familien immer schwieriger“, so Weikert. Zudem treffe es häufig nicht zu, dass atypische Beschäftigung eine „Brücke“ in ein normales Arbeitsverhältnis sei. So komme es immer häufiger zu einer Aneinanderreihung prekärer Arbeitsverhältnisse. Von der Bayerischen Staatsregierung fordert die Sozialdemokratin deshalb, auf Landes- und Bundesebene entschieden gegen atypische Beschäftigung vorzugehen. „Ein gesetzlicher Mindestlohn, die Einschränkung von Leiharbeit und ein Verbot sachgrundloser Befristungen müssen jetzt umgesetzt werden. Nur so lassen sich wirkliche Perspektiven für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.“

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