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10. Mai 2012
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Isabell Zacharias: Staatsregierung entscheidet über Schließung des Amerikahauses nach Gutsherrenart

SPD-Kultursprecherin kämpft weiter: Noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft

Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, hat scharf gegen die mögliche Schließung des traditionsreichen Amerikahauses in München und die Verlagerung in ein benachbartes Rückgebäude der Staatlichen Lotterieverwaltung am Karolinenplatz protestiert. "Sollte die Entscheidung durch Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) tatsächlich über die Köpfe der Betroffenen hinweg erfolgt sein, ohne mit diesen gesprochen zu haben, dann spricht daraus wieder einmal das für die Bayerische Staatsregierung typische Vorgehen nach Gutsherrenart", kritisiert die SPD-Abgeordnete.

"Die Bedürnisse der Lotto-Mitarbeiter, die mit ihrem Arbeitsplatz aus München möglicherweise abgesiedelt werden sollen, spielen offenbar für die Verantwortlichen in der Bayerischen Staatsregierung bei ihrem Votum gegen das Amerikahaus ebensowenig eine Rolle wie die seit Monaten anhaltende Protestwelle aller Betroffenen, zahlreicher Wissenschaftler, Diplomaten, Politiker und vieler Bürgerinnen und Bürger, die um die Zukunft des Amerikahauses als einer für die Demokratiegeschichte der Nachkriegszeit in Bayern herausragenden Einrichtung fürchten", bedauert Zacharias.

Die SPD-Kulturpolitikerin, die sich seit Monaten für das über München hinaus bedeutsame Amerikahaus einsetzt, meint indes, dass noch nicht alle Möglichkeiten zum Erhalt ausgeschöpft sind und will deshalb weiter für den Erhalt des Hauses an seinem angestammten Platz kämpfen, da es aus ihrer Sicht für die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) anstelle des vorgesehenen neuen Quartiers auch einen anderen repräsentativen Ort in München geben muss.

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