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28. Oktober 2010
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Landtags-Vizepräsident Franz Maget erhält Wenzel-Jaksch-Preis

SPD-Fraktionschef Rinderspacher hält Laudatio am Sonntag, 27. Oktober, 10.00 Uhr, im Evang. Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad

Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags und langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende Franz Maget wird am Sonntag (31. Oktober), in Bad Alexandersbad mit dem Wenzel-Jaksch-Preis geehrt. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, wird bei der um 10.00 Uhr beginnenden Feier im Evang. Bildungs- und Tagungszentrum (95680 Bad Alexandersbad, Markgrafenstraße 34) die Laudatio auf seinen Vorgänger halten.

Maget folgt damit SPD-Politikern wie Willy Brandt und Herbert Wehner. Seit 1968 verleiht die von Wenzel Jaksch mitgegründete Seliger-Gemeinde - die Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten - den Preis und würdigt damit besondere Verdienste um Kultur und Wissenschaft der sudetendeutschen Vertriebenen, die Wahrung des Vermächtnisses der sudetendeutschen Arbeiterbewegung und die friedliche Neugestaltung Europas.

Jaksch - 1896 in Böhmen geboren - setzte sich seit seiner Verwundung im Ersten Weltkrieg für die sudetendeutsche Sozialdemokratie ein. Beim Einmarsch Hitlers 1938 war er Vorsitzender der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP). Über Polen floh er nach London, um sich von dort aus weiter für die Sozialdemokratie im Sudetenland einzusetzen, traf auch mit Edvard Benes zusammen, konnte ihn aber nicht von dessen anti-sudetendeutschen Bestrebungen abbringen. Nach dem Krieg setzte sich Jaksch in Deutschland für die Interessen der Vertriebenen ein und sollte sogar Bundesvertriebenenminister werden. Sein tödlicher Verkehrsunfall 1968 verhinderte die Krönung seiner Arbeit.

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