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15. Oktober 2010
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BayernLB: Verwaltungsräte ohne Verantwortungsbewusstsein

Stellvertretender Vorsitzender des HGAA-Untersuchungsausschusses Harald Güller: Verhaltensmuster bei HGAA und ABS-Papieren sind ähnlich
- sie hätten nachhaken müssen - Wirtschaftskompetenz sieht anders aus

Der stellvertretende Vorsitzende des Landesbank-Untersuchungsausschusses zum Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA), Harald Güller, sieht Parallelen zwischen den heute in der Landesbank-Kontrollkommission vorgestellten Ergebnissen zum Kauf der ABS-Papiere durch die Bayerische Landesbank und dem Kauf der österreichischen Skandalbank Hypo Group Alpe Adria.

„Es zeichnet sich nun ab: Der Verwaltungsrat ist auch beim Kauf der ABS-Papiere seiner Kontrollpflicht nicht gerecht geworden. Nach allem, was wir bisher wissen, sieht das Verhaltensmuster der Verwaltungsräte sowohl beim Kauf der HGAA als auch beim Investment in ABS-Papiere ähnlich aus: Der Vorstand hat den Verwaltungsrat nicht offen und in vollem Umfang von sich aus informiert, der Verwaltungsrat ist aber auch seiner Kontrollpflicht nicht nachgekommen und hat nicht nachgehakt.

Für den CSU-Verwaltungsrat stelle sich sowohl beim Kauf der HGAA als auch bei den ABS-Papiern neben der politischen Verantwortung die Frage nach der zivilrechtlichen. Den Landesbank-Vorstand sieht Güller in der zivil- und strafrechtlichen Verantwortung. Güller: „Auf jeden Fall steht fest: Die CSU-Verwaltungsräte haben sich wiederholt von den Bankern gnadenlos über den Tisch ziehen lassen und die Bürger in dem Glauben gelassen, sie hätten alles im Griff. Wirtschaftskompetenz sieht anders aus!"

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