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06. Oktober 2010
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Bei der Bahn: Nach Hitzeschlägen im Sommer befürchtet SPD frierende Zugfahrgäste im bevorstehenden Winter

Antwort der Staatsregierung auf Anfrage des SPD-Verkehrssprechers Wengert: Ein Drittel der Regionalzüge hat keine Klimaanlage - Verfehlte Planung

Im Sommer hatte die Deutsche Bahn mit vielen Ausfällen der Klimaanlagen in ihren Zügen zu kämpfen. In den Innenräumen herrschten teilweise Temperaturen von über 50 Grad Celsius und einige Fahrgäste mussten sogar in ein Krankenhaus gebracht werden. Grund genug für den SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert, in einer Anfrage an die Staatsregierung die Ausrüstung der auf Bayerns Schienen verkehrenden Züge in Erfahrung zu bringen. Auch in Hinblick auf den kommenden Winter ist die Ausstattung mit Klimaanlagen ein wichtiges Thema.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion wollte wissen, wie viele Züge in Bayern denn überhaupt mit Klimaanlagen ausgerüstet sind. Die Antwort ist deprimierend. Demnach verfügen nur 157 der 218 im Freistaat eingesetzten Dieseltriebwagen über eine Klimaanlage und bei den gerade auf längeren Strecken verkehrenden Doppelstockwagen sind es nur 126 der 209 genutzten Wagen. „Dass im Jahr 2010 immer noch ein Drittel der Züge ohne Klimaanlage unterwegs ist, bedeutet eine Zumutung für die vielen, zahlenden Fahrgäste", findet Wengert.

Nach Auskunft der Staatsregierung besitzen die einstöckigen, sogenannten n-Wagen sowie viele ältere Züge, deren Zahl nicht im Antwortschreiben genannt wird, und „einige" Wagen des Arriva-Länderbahn-Express (alex) gar keine Klimaanlage. „Hier sind eindeutig Fehler in der Ausschreibung gemacht worden. Da wurde in den betreffenden Stellen zu kurz gedacht und das müssen jetzt die Fahrgäste ausbaden", kritisiert der SPD-Wirtschaftsexperte.

„Der alex fährt einmal quer durch Bayern, von München nach Hof, und gefährdet dabei die Gesundheit der Fahrgäste. Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt", moniert der Marktoberdorfer Abgeordnete. Zusätzlich zur Belastung durch das Pendeln und der Zeit, die die Menschen auf den Schienen verbringen, geselle sich also auch noch das Gesundheitsrisiko. „In der kalten und nassen Jahreszeit gibt dann vielleicht das viel zu kalte Abteil den Ausschlag für die Grippe, das wollen wir nicht", mahnt Wengert an.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Jobst
Mitarbeiter der Pressestelle

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