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06. Juli 2010
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Bayerns Kulturpolitik wird provinziell

Nach Absage von Generalmusikdirektor Kent Nagano für München - SPD-Kultursprecherin Zacharias: Heubisch verprellt internationale Stars

Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Isabell Zacharias, findet nach der Absage des Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper, Kent Nagano, harsche Worte gegen Kulturminister Heubisch (FDP). Nagano will seinen Vertrag nun definitiv nicht über den Sommer 2013 hinaus verlängern. Zacharias: „München wird durch die verfehlte Politik von Kulturminister Heubisch zunehmend provinziell und nicht mehr attraktiv für international erfolgreiche Stars." Der liberale Minister verspiele das Kulturerbe des Freistaats Bayern, erklärt die Münchner Abgeordnete. Heubisch habe keinerlei inspirierende Ideen, wie der Kulturbetrieb in Bayern weiter entwickelt werden kann. Das sei problematisch, da dieser auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sei.

„Das sind die Vorboten der Sparmaßnahmen im Kulturbereich, die die Kultur in ganz Bayern zunehmend kalt erwischen werden und einen weiteren Ausverkauf der Kulturszene in München bedeuten", beklagt Zacharias. Sie verweist auf den bevorstehenden Weggang des international renommierten Direktors des Hauses der Kunst, Chris Dercon, der an die Londoner Tate Gallery wechselt, ebenso wie auf die Unruhe, die es am Gärtnerplatztheater wegen der ungeklärten Leitungsfrage stellt. „FDP-Minister Heubisch ist dabei, namhafte Künstler aus München zu vertreiben und entgegen seinem Regierungsauftrag dem kulturellen Niveau Bayerns zu schaden."

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