Rinderspacher spricht von beeindruckendem Protest und fordert von Staatsregierung 'Masterplan Technologiestandort Bayern'
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, zeigte sich beeindruckt von dem nun schon seit Wochen anhaltenden Protest der vielen hundert Siemens-Mitarbeiter, die um ihren Arbeitsplatz fürchten und am Mittwoch eine Tagesreise von der Rhön nach München und zurück auf sich nahmen, um vor der Siemens-Zentrale um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zu kämpfen. „Das war heute schon eine tolle Sache, dass an die 2000 Leute in 40 Bussen sich auf den Weg nach München machten."
Rinderspacher, der selbst schon zweimal in Neustadt/Saal ebenso war wie bei den Protesten der Siemens-Mitarbeiter in Erlangen und München-Perlach, ermuntert die Beschäftigten, in ihrem Protest nicht nachzulassen. „Immerhin hat der kraftvolle Widerstand der gesamten Rhön kürzlich erste Wirkung gezeigt. Einzig den Akteuren vor Ort – von den Beschäftigten und Betriebsrat, Gewerkschaften bis zur örtlichen Gesellschaft und der Politik – ist es zu verdanken, dass Siemens seinen harten Kurs etwas aufgeweicht hat. Dies kann aber nur ein erster Schritt gewesen sein", betont Rinderspacher.
Bedauerlich nennt es der Oppositionsführer im Landtag, dass gleich in der Anfangsphase Ministerpräsident Seehofer Verständnis zeigte für die fragwürdige Entscheidung der Siemens-Verantwortlichen zum Arbeitsplatzabbau in Bayern. „Das war überflüssig und hat bestimmt nicht geholfen." Nötig sei vielmehr, dass die Staatsregierung eine bayernweite konzertierte Aktion und einen Masterplan „Technologiestandort Bayern" startet, fordert der SPD-Fraktionschef.
Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion