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23. Oktober 2009
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Fraktionschef Markus Rinderspacher fordert für Quelle-Transfergesellschaft die Mittel des bayerischen Anteils beim Massekredit

Gespräch beim Fürther OB Thomas Jung - Unterstützung für dessen Ruf nach einem Strukturprogramm für die Menschen in der Region Nürnberg/Fürth

Die SPD-Landtagsfraktion fordert, dass die Transfergesellschaft für die Beschäftigten des insolventen Fürther Versandhauses Quelle finanziell mit den Mitteln des bayerischen Anteils aus dem Massekredit von 50 Millionen Euro ausgestattet werden soll. „Da ist jetzt der Freistaat Bayern gefordert, damit der bayerische Anteil in die Transfergesellschaft fließen kann - dies wären dann immerhin 20,5 Millionen Euro an bayerischen Mitteln, mit denen Weiterbildungsangebote für die bisherigen Quelle-Beschäftigten gefördert werden könnten", erklärte der Fraktionsvorsitzende der Landtags-SPD, Markus Rinderspacher, am Freitag nach einem Besuch im Fürther Rathaus bei Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung.

Rinderspacher erinnerte die für Arbeitsmarktfragen im Kabinett Seehofer/Zeil verantwortliche Arbeits- und Sozialministerin Christine Haderthauer daran, dass sie noch zwei Wochen vor der Bundestagswahl selbst eine bayerische Transfergesellschaft angekündigt hatte. „Daran muss sich auch in einem Kabinett Seehofer bei aller Unverbindlichkeit des wankelmütigen Ministerpräsidenten eine Frau Haderthauer messen lassen", betont der SPD-Fraktionschef. „Die Menschen in der Region Nürnberg/Fürth erwarten, dass dies Frau Haderthauer schnell umsetzt", stellt Rinderspacher fest und zeigt Verständnis für die schwere Enttäuschung bei vielen von Arbeitslosigkeit bedrohten bisherigen Quelle-Beschäftigten über die CSU/FDP-Staatsregierung.

Gleichzeitig unterstützt Rinderspacher den Fürther OB Jung, der ihn über die Situation in der Region nach dem Aus bei Quelle informierte, in dessen Forderung, ein Strukturprogramm aufzulegen, um den Menschen schnell und wirksam zu helfen.

Abermals kritisierte Rinderspacher die öffentlichwirksame Präsentation des neuen Quelle-Katalogs durch Ministerpräsident Seehofer. "Das war ein billiger Mediengag für die TV-Kameras, den die Menschen heute als zynisch empfinden. Denn die CSU-geführte Staatsregierung und der jetzt wohl aus dem Amt scheidende CSU-Bundeswirtschaftsminister Guttenberg waren es, die über Wochen das Einleiten wirksamer Initiativen für den Fortbestand des Unternehmens versäumt haben", stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende fest.

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