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12. Oktober 2009
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Pfaffmann fordert sofortige Aussetzung der Hauptschulreform

Mittelschule ist das Aus für die wohnortnahe Schule

"Die von der Staatsregierung beschlossene Hauptschulreform mit der Gründung von Schulverbünden und Mittelschulen ist gescheitert, bevor sie überhaupt begonnen hat. Diese Erkenntnis scheint nun auch die CSU erreicht zu haben", stellt der Vorsitzende des bildungspolitischen Ausschusses im Landtag und SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann fest. Die öffentliche Kritik von Ex-CSU-Chef Erwin Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, an dem Reformvorhaben ist ebenso fundamental wie berechtigt.

Pfaffmann: Die Maßnahmen beschleunigen das Schulsterben und bedeuten unterm Strich das Aus für die wohnortnahe Schule. Sie befördern die Konkurrenz zwischen den einzelnen Schulen und die Aufsplitterung der Schüler/innen einer Gemeinde auf verschiedene Schulstandorte. Sie ziehen einen enormen Organisationsaufwand nach sich und belasten die betroffenen Schüler/innen durch weite Schulwege (Schulbustourismus). Und schließlich stellt die Reform eine außerordentliche Belastung für die Kommunen dar.

Pfaffmann fordert deshalb in einem Dringlichkeitsantrag, unverzüglich die Notbremse zu ziehen und diese unausgegorene Reform mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Der Weg zur Sicherung der wohnortnahen Schule und zur Bewältigung der demographischen Entwicklung führt nur über die Einführung von integrativen Schulmodellen, so Pfaffmann. "Der Streit innerhalb der CSU und die öffentliche Kritik des Kultusministers durch seinen einflussreichen Parteifreund Erwin Huber verdeutlicht einerseits, dass das Problem mehr als akut ist und andererseits, dass die Koalition keine nachhaltigen Antworten darauf hat. Und wieder einmal wären die Schüler/innen die Leidtragenden."

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