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30. Dezember 2010
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Transparenz zum Schutz der Verbraucher: Kontrollen ausbauen, Kennzeichnungspflichten erweitern

Von Sabine Dittmar, MdL,
Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für gesundheitlichen Verbraucherschutz

Die deutschen Verbraucher sind verunsichert. Die Angaben auf Lebensmittelverpackungen sind für viele Konsumenten missverständlich.
Die Mehrheit der Bundesbürger befürwortet eine einfache, nachvollziehbare und verständliche Lebensmittelkennzeichnung.

Der deutsche Verbraucher wird sowohl beim Kauf im Supermarkt als auch beim Verzehr in der Gastronomie von einer immer profitgierigeren Industrie in die Irre geführt. ESL-Milch wird als länger frisch oder maxifrisch beworben, obwohl es keine Frischmilch ist. Statt echtem Käse aus 100% Milch wird Analogkäse verwendet.
Schinkenimitate werden mit Wasser aufgespritzt und als echter Kochschinken ausgezeichnet. Aus kleinen Fleischresten wird durch das Enzym Transglutaminase ein zusammengeklebtes Fleischstück, das sogenannte „Klebefleisch“.

Der Unterschied ist für den Verbraucher nicht erkennbar. Deshalb haben wir die Staatsregierung aufgefordert sich im Bundesrat für ein Herstellungsverbot unter Zugabe von Transglutaminase einzusetzen. Die ablehnende Haltung von CSU, FDP und Grünen im Bayerischen Landtag zu unserem Antrag steht im Widerspruch zu dem Abstimmungsverhalten im EU-Parlament im Europaparlament.

Meldungen zu Gammelfleischfunden, Melamin in Lebensmitteln, Stopfgänsen als Weihnachtsbraten untermauern zusätzlich unsere Forderungen im Bayerischen Landtag nach einer ausreichenden finanziellen Ausstattung von VerbraucherService Bayern sowie die Verbraucherzentrale Bayern e.V. und eine ausreichende personelle Ausstattung der Staatlichen Veterinärverwaltung.

Wir Sozialdemokraten wollen die Kontrollen ausbauen, Kennzeichnungspflichten erweitern und die Informationsrechte der Verbraucher stärken.