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14. Oktober 2010
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Bayerische Nationalparks: Natur Natur sein lassen

Von Ludwig Wörner MdL Energie- und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Die SPD-Landtagsfraktion misst den beiden bayerischen Nationalparks im Bayerischen Wald und in Berchtesgaden eine hohe Bedeutung bei. Diese wertvollen und empfindlichen Ökosysteme müssen ganz besonders vor menschlichen Eingriffen geschützt werden. Um die Anerkennung durch die internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) zu bekommen, müssen mindesten 75 Prozent der Nationalparkfläche der Natur überlassen werden. In den beiden bayerischen Nationalparks ist es daher notwendig, die Ausweisung der Naturzonen im Erweiterungsgebiet zu forcieren. Daher darf auch in Zukunft der Borkenkäfer nur in den Randbereichen des Nationalparks zum Schutz benachbarter Privatwälder bekämpft werden. In den Naturzonen hingegen lautet unser Credo „Natur Natur sein lassen“.

Neben deren hohen Wert für den Umweltschutz sind die Nationalparks aber auch ein
Bedeutender Wirtschaftsfaktor. Laut einer Studie der Universität Würzburg ist der Nationalpark Bayerischer Wald mit 760.000 Besuchern eine der größten Touristenattraktionen Bayerns. Wichtig ist hier aber auch, dass die sensiblen Gebiete nicht durch den Tourismus überfordert werden.

Um die Diskussion über einen möglichen Nationalpark Steigerwald auf eine fachliche Grundlage zu stellen, fordert die SPD-Landtagsfraktion die Staatsregierung auf, eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Der Steigerwald ist laut Bundesumweltministerium eines der wichtigsten Buchenwaldgebiete Deutschlands. Die SPD unterstützt daher verschiedene Umweltverbände und Gemeinden, die sich für die Verwirklichung eines Nationalparks Steigerwald einsetzen.