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30. Juni 2010
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Unverzichtbar: Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Von Dr. Paul Wengert, MdL
Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag steht zum historisch gewachsenen, und erfolgreichen Drei-Säulen-Modell des deutschen Bankenwesens mit seinen öffentlich-rechtlichen Instituten – den Sparkassen und Landesbanken – sowie den Genossenschaftsbanken und den Privatbanken.

Besonders die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben sich in der Finanzkrise als stabile Faktoren unserer Bankenlandschaft erwiesen, denn bei ihnen stehen Geschäftsmodelle mit klarer Kundenorientierung und regionaler Verankerung und Verantwortung im Vordergrund. An hochspekulativen Geschäften haben sich Sparkassen und Genossenschaftsbanken in aller Regel nicht beteiligt. Der Zugewinn an neuen Kunden und enorme Einlagensteigerungen sind Ausdruck großen Vertrauens in diese Institute. Sie sind mitnichten überflüssig, wie Großbanken immer wieder behaupten.

Wir sind im Bayerischen Landtag die striktesten Verfechter des Erhalts der Sparkassen in ihrer bewährten Struktur. Wir treten für ihre kommunale Bindung, das Regionalprinzip, die Orientierung am Gemeinwohl und ihr flächendeckendes Netz ein. Genauso unterstützen wir den Genossenschaftsgedanken.

Das öffentlich-rechtliche bzw. genossenschaftliche Sparkassen- und Bankenwesen ist für die mittelständische Wirtschaft insbesondere in den ländlichen Räumen Bayerns unverzichtbar. Ohne sie wäre eine positive wirtschaftliche Entwicklung nicht vorstellbar. Die Kreditklemme ist dort am wenigsten spürbar, wo Sparkassen und Genossenschaftsbanken die Unternehmen mit Geld versorgen.

Nicht zuletzt die Kontrolle durch demokratisch legitimierte kommunale Mandatsträger in den Verwaltungsräten ist ein Wert, der Sparkassen auszeichnet.

22.07.2010
Antrag Drucksache Nr. 16/5642 vom 22.07.2010
Antrag
Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sparkassen sichern - Privatisierung verhindern
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