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Ausschuss-Vizin Radermacher appelliert an CSU: Hohlmeier-Abschlussbericht angesichts internen Unmuts überdenken

Abgeordnete2005/Radermacher_Karin.jpg Ausschussvorsitzender Kupka hat ausgesprochen milde geurteilt - Verständnis bei der SPD für die Verärgerung in der Münchner CSU über eigenen Ausschusschef

Die stellvertretende Vorsitzende des Hohlmeier-Untersuchungsausschusses im Bayerischen Landtag, Karin Radermacher (SPD), hat an die CSU appelliert, angesichts des Ärgers aus den eigenen Reihen über den Abschlussbericht der CSU-Ausschussmehrheit die freundliche Bewertung der ehemaligen Kultusministerin Monika Hohlmeier noch einmal zu überdenken. "Der CSU steht es ja frei, den im Landtag noch nicht beratenen Bericht noch einmal abzuändern und zu einer realistischen Bewertung des Verhaltens von Frau Hohlmeier zu kommen", meint Radermacher zu der offenen Kritik aus der Münchner CSU an dem Bericht von Ausschusschef Engelbert Kupka (CSU). "Ich kann den Unmut sehr gut verstehen und teile diesen voll und ganz, denn Herr Kupka hat ausgesprochen milde geurteilt", stellt Radermacher fest.

Die Auseinandersetzungen in der Münchner CSU unter der damaligen Parteichefin Hohlmeier mit massiven Vorwürfen von ihrer Seite an eigene Parteifreunde hatte zunächst zu ihrem Rücktritt als Münchner CSU-Chefin und später als Ministerin geführt. Kupka kommt in seinem Abschlussbericht zu dem Schluss, es gebe keinen belegbaren Nachweis für ein Fehlverhalten Hohlmeiers, was inzwischen Unmut und Ärger in den eigenen Reihen ausgelöst hat. Bis Januar, bevor der Bericht im Landtag beraten wird, will sich damit der Vorstand der Münchner CSU befassen. Bis dann wird auch der Minderheitenbericht von SPD und Grünen mit einer eindeutigen Verurteilung des Verhaltens der Strauß-Tochter vorliegen. 

(05.12.2006)