
Hans-Ulrich Pfaffmann vermutet 2008 erneute Nominierung Haedkes zum CSU-Landtagskandidaten - Franz Maget: Eine Schande für die CSU in München
Für den Münchner SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Pfaffmann, der für die SPD Mitglied im Hohelmeier-Untersuchungsausschuss des Landtags ist, zeigt der ausbleibende Parteiausschluss des CSU-Abgeordneten Haedke, "dass selbst CSU-Chef Stoiber es offenbar nicht mehr im Griff hat, was in seiner Partei passiert". Pfaffmann: "Dass der selbst vom Gericht als Drahtzieher der Münchner CSU-Wahlfälscheraffäre bezeichnete Haedke in der CSU bleibt, zeigt doch, dass die Partei schlicht nicht in der Lage ist, sich von einem solchen Problem zu lösen."
Für Pfaffmann steht fest: "Stoiber ist inzwischen so geschwächt, dass er dieses Problem in seiner Partei einfach nicht in den Griff bekommt." Der SPD-Gegenspieler im Münchner Stimmkreis Haedkes vermutet, dass dieser trotz der gesamten Affäre 2008 wieder für den Landtag kandidieren wird. Pfaffmann: "Ich halte es für unsere Parteiendemokratie, den Parlamentarismus und das Ansehen des Bayerischen Landtags für höchst bedenklich, wenn die Münchner CSU diesen Mann tatsächlich wieder als Volksvertreter nominieren sollte."
SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget, der auch Münchner SPD-Vorsitzender ist, sprach von einer "Schande für die Münchner CSU". Maget: "Mir tun die vielen anständigen Mitglieder der CSU in München langsam leid. Sie werden weiter von Leuten wie Haedke und Monika Hohlmeier im Bayerischen Landtag vertreten, weil die Münchner CSU nicht die Kraft zur Selbstreinigung aufbringt."
(09.07.2006)