
Anwesenheit von Ex-Ministerin Hohlmeier in Sitzung des Untersuchungsausschusses interessant - Karin Radermacher: Kann der Aufklärung nur dienen
Für die SPD steht nach der heutigen Zeugenvernahme im Hohlmeier-Untersuchungsausschuss des Bayerischen Landtags fest, "dass bei dem Millionenflop der Task force des Kultusministeriums zur Fußball-WM 2006 auch die Staatskanzlei frühzeitig eingebunden und informiert war". Wie die stellvertretende Ausschussvorsitzende Karin Radermacher weiter feststellt, kommt es bei der Prüfung der Vorwürfe wegen der Missstände um die Task force inzwischen "zu einer deutlichen Konzentration auf führende Beamte im Kultusministerium".
Es werde immer deutlicher, "dass auch dort Verantwortung liegt und nicht allein bei den drei Task force-Mitarbeitern". Radermacher: "Auch kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass der Amtsnachfolger von Ex-Ministerin Hohlmeier, der heutige bayerische Kultus- und Sportminister Schneider, in Sachen WM-Task force nicht ganz ohne Beteiligung ist".
Die Anwesenheit von Ex-Ministerin in der Sitzung des Untersuchungsausschusses am Freitag wertet die stellvertretende Vorsitzende Radermacher als "zumindest interessant". Ebenso die Ankündigung der Ex-Ministerin, künftig häufiger da sein zu wollen. Radermacher: "Wenn dies der Aufklärung dient, kann man dies nur begrüßen, weswegen wir uns über Frau Hohlmeiers Sitzungsbegleitung freuen."
(10.03.2006)