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10 Gründe für eine neue Bildungskultur in Bayern
10. Europa und die Globalisierung machen eine optimale Ausbildung immer wichtiger

Der Arbeitsmarkt gerade in den Hochlohnländern Europas wird immer anspruchsvoller. Nur gut qualifizierte Arbeitnehmer werden hier in Zukunft noch gute Chancen haben. In Bayern liegen die höheren und hohen Bildungsabschlüsse weit unter dem Durchschnitt.

10 Schritte zu einer neuen Bildungs-kultur in Bayern

Die Zahl von Arbeitsplätzen mit niedriger Qualifikationsstruktur wird zugunsten derer für Hochqualifizierte weiter drastisch zurückgehen (v.a. auch als Folge von Jobverlagerung in Billiglohnländer)
Um in Deutschland Wachstum, hohe Löhne und allgemeinen Wohlstand zu garantieren, müssen wir mehr denn je "das Land der Köpfe" werden, deshalb sind höhere Investitionen in Bildung und Forschung dringend erforderlich, denn:

  • Das Gros der Beschäftigten hat heute eine niedrige oder mittlere Qualifikation, nur 9,3 % einen Hochschulabschluss. Gerade im internationalen Vergleich ist das viel zu wenig.
  • Bei den Ausgaben für Bildung, Forschung und Entwicklung liegt Deutschland im internationalen Vergleich nur im unteren Mittelfeld.
  • Folge ist ein teilweise eklatanter Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften, gerade in Zukunfts- und Wachstumsbrachen. Diese neuen Arbeitsplätze entstehen deshalb oft im Ausland.
  • Die Anforderungen für Lehrstellenbewerber werden zunehmend höher, heute werden ihnen viele Jugendliche nicht mehr gerecht, die Folge ist Arbeitslosigkeit.
  • Die berufliche und betriebliche Weiterbildung wird auch nach Ansicht von Führungskräften und Arbeitgebern, ebenso nach Meinung der Beschäftigten immer wichtiger.
  • Im Bereich von EDV-Kenntnissen und dem Umgang mit Hochtechnologie haben die Deutschen im internationalen Vergleich nur sehr mäßige Kenntnisse. In keinem EU-Land gibt es weniger Computer in Schulen als in Deutschland!
  • Während An- und Ungelernte die schlechtesten Berufschancen und die höchste Arbeitslosigkeit aufweisen, ist es bei jungen Akademikern genau umgekehrt.
    Quellen: iwd Informationsdienst (Institut der deutschen Wirtschaft Köln); Wirtschaft und Unterricht
(13.01.2006)