Während national wie international die Bildungsinvestitionen steigen, stagnieren sie in Bayern. 2 Prozent des BIP sind im Vergleich mit den erfolgreichen Bildungsländern zu wenig. In Bayern fehlt jährlich 1 Milliarde Euro in der staatlichen Bildungsfinanzierung.
1987 gab Bayern 1,97 Prozent seines BIP für Bildung (Epl. 05, Unterricht und Kultus) aus. 2002 waren es immer noch nur 2,0 Prozent des BIP.
Der Durchschnitt aller Bundesländer liegt bei 2,3 Prozent, einzelne Bundesländer liegen deutlich darüber (Rheinland-Pfalz: 2,4%, Neue Länder: 3,7%)
Im internationalen Vergleich (z.B. der OECD) liegen die Bildungsausgaben anderer Industriestaaten zwischen fünf und sechs Prozent des BIP (alle öffentlichen und pri-vaten Augsaben). Die Bildungsausgaben gemessen am BIP sind in allen OECD-, sowie den PISA-Sieger-Ländern massiv gestiegen.
Lägen die staatlichen bayerischen Bildungsausgaben wenigstens im Durchschnitt der Bundesländer (2,3%), gäbe es bereits 1,1 Mrd. Euro mehr für Bildung in Bayern. (Quelle: Bayerischer Staatshaushalt, Schule und Bildung in Bayern (Veröffentlichung des Kultusministeriums), sowie Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie in Köln im Auftrag der GEW)
- Die Ausgaben für Primar- und Sekundarschulen liegen im Durchschnitt aller OECD-Länder bei 3,47 Prozent des BIP. Diese Ausgaben liegen in Deutschland im Schnitt bei 2,79 Prozent.
- Freistaat und Kommunen in Bayern geben zusammen nach Angaben des Kultusministeriums 2002 2,21 Prozent des BIP für Bildung aus. Der Freistaat allein investiert rund 1,6 Prozent des BIP in Bildung; das bedeutet, die Kommunen stützen massiv die Bildung in Bayern.
- Die Ausgaben für die Grundschulen liegen im Schnitt der OECD-Staaten bei 4500 Euro pro Schüler und Jahr. Die Ausgaben für Grundschüler in Deutschland insgesamt liegen bei 4000 Euro pro Schüler in Jahr. In Bayern liegen diese Ausgaben bei lediglich 3000 Euro pro Schüler und Jahr; zum Vergleich: Österreich: 6890 Euro!
- Die Ausgaben für Sekundarschulen (z.B. Haupt-, Realschulen und Gymnasien ohne Oberstufe) im OECD-Schnitt betragen 5800 Euro pro Schüler und Jahr. Diese Ausgaben in Deutschland insgesamt liegen bei 5270 Euro pro Schüler / Jahr.
- In Bayern erhalten die Gymnasien 5000 Euro, die Realschulen 4150 Euro, die Hauptschulen 3670 Euro pro Schüler und Jahr. Zum Vergleich: Österreich investiert in seine Hauptschüler 2,5mal mehr Geld (8700 Euro) als Bayern.
Quelle: BLLV und Schule und Bildung in Bayern 2004
(13.01.2006)