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10 Gründe für eine neue Bildungskultur in Bayern
7. Bildung wird immer stärker vom Geldbeutel der Eltern abhängig

Die Kostenfreiheit von Lernmitteln und Schulbesuch sind in Bayern immer weiter ausgehöhlt worden. Eltern zahlen immer mehr für die schulische Ausbildung ihrer Kinder, vor allem für Arbeitsmittel, Fahrten und Versorgung. Zugleich explodieren die Ausgaben für Nachhilfe.

10 Schritte zu einer neuen Bildungs-kultur in Bayern

Durch die Einführung des Büchergeldes ist die Lernmittelfreiheit in Bayern faktisch abgeschafft. Mit 40,-- Euro pro Schüler an weiterführenden Schulen und 20,-- Euro für die Grundschulen werden die Familien zusätzlich belastet. Eltern zahlen Arbeitshefte, Schnellhefter, Formelsammlungen, Zirkel, Kopiergeld, Taschenrechner, Atlanten, Sportkleidung, schulische Veranstaltungen, Schullandheim, Mittagsbetreuung, Schulwegkosten, Mittagessen, usw. ohnehin schon selbst.  Der Bay. Elternverband beziffert diese bereits jetzt bestehenden Kosten auf rund 850 Euro – 1000 Euro pro Schüler im Jahr.

Nachhilfe hat Konjunktur

Eltern geben immer mehr und immer früher Geld für individuelle Förderung aus. Die von Prof. Klaus Klemm von der Universität Essen erarbeiteten Zahlen für ganz Deutschland aus dem Ende der 90er Jahre (15 Millionen Euro pro Woche) sind weiter gestiegen. Eltern geben mittlerweile mehr als 2 Milliarden Euro pro Jahr für Nachhilfe für ihre Kinder aus. Jeder fünfte Schüler in Deutschland bewältigt den Unterrichtsstoff nur noch mit Nachhilfe. (Quelle: Umfrage von Infratest für Focus Schule)

(13.01.2006)