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Zivis werden in sozialen Einrichtungen dringend gebraucht!

Abgeordnete2008/Beyer_Thomas.jpg SPD-Fraktionsvize Beyer: Wegfall des Zivildienstes droht Strukturen der sozialen Arbeit zu zerschlagen - Stachowitz: CSU darf im sozialen Bereich nicht sparen

Der SPD-Fraktionsvize Dr. Thomas Beyer hat sich heute in der aktuellen Stunde des Bayerischen Landtags für die Beibehaltung des Wehr- und Zivildienstes in Deutschland ausgesprochen. Die Bundesregierung habe kein Konzept, wie die Folgen eines Wegfalls des Zivildienstes ausgeglichen werden könnten, stelle kein Geld zur Verfügung und habe nicht die soziale Balance in Deutschland im Blick, sagte der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern als erster Redner der SPD. „Der Zivildienst in der bisherigen Form ist als ergänzende Unterstützung der Fachkräfte unabdingbar geworden. Der Wegfall wird zu erheblichen Einbußen in der sozialen Betreuung von alten, behinderten und kranken Menschen führen", sagte Beyer.

Für den Ersatz der Zivildienstleistenden durch die Ausweitung eines freiwilligen Sozialdienstes mit Engagement im Sozialwesen müssten nicht nur entsprechende Finanzmittel für die Träger zur Verfügung gestellt werden, sondern auch Anreize für junge Menschen, zum Beispiel höhere finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung, geschaffen werden, forderte der SPD-Fraktionsvize. Dies sei aber nicht zu erkennen.

Die zweite SPD-Rednerin, Sozialpolitikerin Diana Stachowitz, wies auf die Gerechtigkeitslücke bei Wehr- und Zivildienst hin. Aus der Sicht der jungen Menschen sei es nicht nachvollziehbar, dass nur noch wenige Wehr- oder Zivildienst leisten. Die CSU rief Stachowitz auf, bei der Erstellung des nächsten Haushaltes im sozialen Bereich nicht zu sparen. Stachowitz: „Sparen Sie nicht im sozialen Bereich, denn sonst wird alles noch viel schlimmer. Wir müssen die Qualität der sozialen Arbeit sichern, nicht auf den Schultern von Freiwilligen und Ehrenamtlichen", erklärte Stachowitz.

(13.07.2010)